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Spielbericht TSV Ottobeuren - TV Erl.-Bruck    29:30 (13:14)


TSV Ottobeuren - TV Erl.-Bruck    29:30 (13:14)

Großer Kampf bleibt unbelohnt

Ottobeurer Männer bringen designierten Meister Erlangen stark in Bedrängnis – Am Ende verlieren sie dennoch haarscharf

Ist der siebte Feldspieler sinnvoll oder zu riskant? An dieser Frage scheiden sich die Geister in der Handball-Szene. Sicher ist: Durch das Mitwirken des siebten Feldspielers schafft sich die angreifende Mannschaft eine attraktive Überzahlsituation. Die Wahrscheinlichkeit, ein Tor zu erzielen, steigt. Die andere Seite der Medaille: Verliert das angreifende Team den Ball im Spielaufbau, muss der Gegner die Kugel oft nur noch ins leere Tor befördern. Auch die Zuschauer des Bayernliga-Spiels zwischen dem abstiegsbedrohten TSV Ottobeuren und dem souveränen Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck, das die Allgäuer in eigener Halle knapp mit 29:30 (13:14) verloren, diskutierten kontrovers über den siebten Feldspieler. Schließlich hatten die Ottobeurer ein gutes Dutzend Gegentore kassiert, während der zusätzliche Mann auf dem Feld gewesen war. Andererseits erzielten sie in derartigen Situationen auch mehrere eigene Tore, die sie wiederum in Gleichzahl vielleicht nicht markiert hätten. TSVO-Trainer Denny Berkessel ist (situationsbedingt) ein Befürworter des siebten Feldspielers. »Wir stehen in der Tabelle unten drin, da müssen wir in den Spielen schon ein bisschen ins Risiko gehen«, verteidigt er seine Taktik. Allerdings, so räumt er ein, »haben wir uns in den betreffenden Situationen taktische Schwächen geleistet und Gegentore kassiert.« Dennoch hätten die Seinen eine »realistische Chance auf ein Unentschieden« gehabt. Das stimmt. Fakt ist aber: Die Ottobeurer gingen letztlich leer aus, wodurch sie Tabellen-Vorletzter bleiben (7:27-Punkte).
Zum Spielverlauf: Die ohne vier Stammspieler angetretenen Hausherren begannen schwungvoll. Dank kreativer Spielzüge führten sie überraschend mit 5:2. Danach allerdings kamen die Erlanger stärker auf. Zur Pause führten diese mit 14:13. Als Gäste-Torjäger Steffan Meyer später das 18:23 machte, schwanden Ottobeurens Hoffnungen einstweilen beträchtlich. Angetrieben von den Südosteuropäern Dusko Trifunovic und Karlo Tomic und abgesichert von einem starken Schlussmann Thoran Mayer konnten sie fünf Minuten vor Schluss aber doch noch ausgleichen - 27:27. Der erfolgsverwöhnte Spitzenreiter reagierte darauf mit einer Auszeit, auf dem Feld wurde es jetzt hektischer. Ein Punktgewinn blieb den Allgäuern trotz intensiver Bemühungen am Ende verwehrt. Auch, weil György Szovszkis halbhoher Wurf drei Sekunden vor der Schlusshupe vom Gäste-Keeper entschärft wurde. (dp)

Ausblick Nach einer nun folgenden dreiwöchigen Spielpause gastieren die Ottobeurer am Samstag, 24. Februar bei HaSpo Bayreuth. (dp)

TSVO Thoran Mayer, Dino Zubac (Torhüter) – Markus Müller (1 Tor), Patrick Kofler, Fabian Nägele (1), Dusko Trifunovic (10 Tore/davon 2 Siebenmeter), Filip Matijevic (1), Karlo Tomic (8), Michael Höbel (2), Christian Schaupp (2), György Szovszki (2), Daniel Dündar (1), Zsolt Novak (1).

Memminger Zeitung

  



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