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Spielbericht TSV Lohr - TSV Rothenburg    21:26 (10:18)


TSV Lohr - TSV Rothenburg    21:26 (10:18)

Auswärtscoup am Main

Mit 26:21 gewannen die Bayernligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ihr Auswärtsspiel beim TSV Lohr am Main. Dass nach den zuletzt mäßigen Leistungen in der Fremde, ausgerechnet beim langjährigen Rivalen aus der Schneewittchenstadt der Auswärtsknoten geplatzt ist, lag an einer hervorragenden Leistung aller Mannschaftsteile.

Vor dem Spiel zeigten sich aufgrund der Personalsituation einige Sorgenfalten auf der Stirn des Rothenburger Trainers Csaba Szücs. Nicht nur dass Ivan Skaramuca, immerhin Haupttorschütze der vergangenen Saison, weiter ausfällt, kurzfristig meldeten sich auch Patrick Wurst (privat verhindert) und Nikola Stojanov (Weisheitszahn) ab. Bernd Becker, sein Gegenüber auf Lohrer Seite, musste mit Andreas Avar ebenfalls auf einen wichtigen Spieler verletzungsbedingt verzichten, alle anderen Leistungsträger standen aber im Kader. Die Sorgenfalten auf Szücs‘ Stirn sollten sich aber nach Spielbeginn schnell verflüchtigen. Seine Jungs legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und führten nach fünf Minuten mit 5:1. Tim Ehrlinger, Jasmin Durakovic (je 2) und Andreas Kister sorgten bei einem Gegentreffer von Lukas Horky dafür, dass der Lohrer Trainer Becker schon früh eine Auszeit nehmen musste. Diese verfehlte ihre Wirkung aber komplett, im Gegenteil, in den Folgeminuten erhöhten die Tauberstädter ihre Führung auf sechs Tore (8:2, 11. Minute). Immer wieder stellten die Rothenburger Angreifer mit variablem Angriffsspiel und vielen Kreuzbewegungen den großgewachsenen aber unbeweglichen Lohrer Innenblock vor größte Probleme. Insbesondere Jasmin Durakovic und Tim Ehrlinger konnten die sich bietenden Lücken mehrfach zu Torerfolgen nutzen. Auch die Abwehrreihe der Rothenburger präsentierte sich endlich wieder einmal als gut arbeitender Verband, der die gefährliche Rückraumachse der Gastgeber zumeist gut im Griff hatte. Lediglich Lukas Horky konnte sich häufiger dem Zugriff der Gäste entziehen und wurde dadurch zum Lohrer Haupttorschützen. So kam es, dass die Führung der Tauberstädter im restlichen Verlauf der ersten Halbzeit immer mindestens vier Tore betrug. Vor der Pause gelang ihnen mit drei Toren in Folge, erneut erzielt durch Tim Ehrlinger, Jasmin Durakovic und Nedim Jasarevic dann sogar ein Zwischenspurt zur 18:10-Halbzeitführung.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte konnten die Gastgeber dann ihrerseits drei Tore am Stück erzielen (Torschützen Gremzde, Ferencsik und Horn) und auf 13:18 verkürzen. Die Tauberstädter ließen sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen. Anders als in den Partien der letzten Wochen verfielen sie nicht in Hektik, sondern blieben konsequent ihrer Spiellinie treu und stellten durch Treffer von Nedim Jasarevic (2) und Thomas Krauter zunächst den alten Vorsprung von acht Toren wieder her (13:21, 38. Minute). Jasmin Durakovic sorgte dann mit seinem Tor zum 13:22 sogar für die erste Neuntore-Führung der Gäste. Da bei den Gastgebern auch nicht unbedingt zu erkennen war, dass man sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage stellen würde, konnte man sich auf Seiten der Gäste schon recht früh auf den ersten Auswärtssieg der Saison einstellen. Auf nahezu alle Angriffsbemühungen der Unterfranken hatte die Gästeabwehr die passende Antwort und wenn dann doch einmal ein Wurfversuch den Weg zum Tor fand, stand da ja noch Andreas Amann, der erneut seine Extraklasse bestätigte. Anders als seine Gegenüber auf Seiten der Lohrer, die so gut wie keine Hand an den Ball bekamen, vereitelte er einige Großchancen, darunter auch einen Siebenmeter-Strafwurf von Bohuslav Zeleny. Im Angriff vermieden die Rothenburger weiterhin jede Hektik und ließen sich nicht durch die taktischen Umstellungen, die Lohrs Trainer Becker in der Abwehr vornahm, verunsichern. Auch die doppelte Manndeckung gegen Nedim Jasarevic und Jasmin Durakovic brachte den Gastgebern nicht den gewünschten Erfolg. So kam es, dass Andreas Kister zunächst in der 54. Minute mit dem Treffer zum 18:25 die Vorentscheidung herbeiführte und dann fünf Minuten später mit dem 20:26 die endgültige Entscheidung erzielte. Dem Lohrer Janis Gremzde war es dann vorbehalten, in der Schlussminute mit dem 21:26 den letzten Treffer der Partie zu erzielen, der dann aber nur noch statistischen Wert hatte. Nach dem Schlusspfiff der beiden Unparteiischen Wolfgang Balzer und Heiko Schreiner, die die Partie mit ihrer sicheren und konsequenten Spielleitung jederzeit im Griff hatten, gab es dann für die Gäste von der Tauber und deren mitgereisten Fans kein Halten mehr. »Auswärtssieg! Auswärtssieg!« schallte es durch die Lohrer Spessarttorhalle und es war alles bereit für eine fröhliche Busfahrt zurück an die Tauber.

Mit den Worten »Ich muss meiner Mannschaft heute ein riesiges Kompliment machen. Die Jungs haben im Angriff genau das umgesetzt, was wir vorher besprochen haben und in der Abwehr hat sich die Trainingsarbeit der vergangenen Wochen ausgezahlt» war Csaba Sücs nach dem Spiel voll des Lobes für seine Mannschaft. »Nachdem wir von Beginn an sehr gut im Verband gearbeitet haben, wollte ich diesen nicht durch eine Manndeckung gegen Horky schwächen und habe entschieden, dass wir ihn weiter schießen lassen. Damit haben wir die anderen Lohrer Angreifer nicht zur Entfaltung kommen lassen, was unter dem Strich ein Grund für unseren Erfolg war« so der Rothenburger Übungsleiter weiter. Am kommenden Wochenende steht für die Tauberstädter mit dem Spiel gegen die Bundesligareserve der DJK Rimpar die letzte Partie des Jahres auf dem Programm. Mit einem Sieg würden die Punkte 11 und 12 auf dem Konto der Rothenburger landen, was für den Aufsteiger ein sehr gutes Ergebnis der Vorrunde bedeuten würde.

Rothenburg: Amann (1.-60.), Sand (Tor); Schemm (2), Kulas, Kister (3); Gluhak, Ehrlinger (4), Schmidt (2), Wittmann, Striffler, Jasarevic (6/3), Krauter (3), Durakovic (6)

Internet TSV Rothenburg

  



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