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Torwart Matyas Varga hat seine Heimat gefunden
30.11.2012
»Ich will nicht mehr weg«

Nach langer Reise hat Matyas Varga in Waldbüttelbrunn seine sportliche Heimat gefunden

Vor vier Jahren verließ Matyas Varga Ungarn und begann sein Handball-Abenteuer in Deutschland beim allgäuischen Bezirksoberligisten TV Immenstadt – wohlgemerkt ohne überhaupt der deutschen Sprache mächtig zu sein. Ende 2012 sagt der Torwart, der mittlerweile in Diensten von Bayernligist DJK Waldbüttelbrunn steht: »Ich will nicht mehr weg hier. Es passt alles.« Der 27-jährige sieht seine Zukunft in der Bundesrepublik und spricht längst fließend Deutsch.

Im Jugendalter kam Varga zum Leistungssport: »Mit meiner Jugendmannschaft in Györ hatten wir 13 Trainingseinheiten pro Woche. Ein Bus hat uns dann immer zur Halle gefahren und uns danach wieder zur Schule gebracht«, erinnert er sich. Nach dem Abitur allerdings studierte er und entschied sich damit gegen eine Karriere als Handball-Profi. Er spielte danach einige Jahre in Ungarns Zweiter Liga, ehe er sein »Glück in Deutschland« probierte, wobei er auch Angebote aus Spanien und Dänemark vorliegen hatte. Nach einem Jahr Immenstadt und zwei Jahren in Partenstein landete Varga 2011 in Waldbüttelbrunn – nicht zuletzt wegen der sportlichen Perspektive und weil mit Karoly Kovacs dort ein ungarischer Landsmann Trainer ist. Prompt schafft die DJK den Aufstieg – und Varga wird von den Fans zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt. »Diese Ehrung hat mir viel bedeutet. Ich danke allen für die Unterstützung, die ich seit meiner Ankunft erfahren habe!«, kommentiert der Torwart, der zudem die DJK-Frauen und die bayerische Jugendauswahl trainiert.

Zu Beginn der Bayernliga-Saison war Varga dann wegen einer Ellbogenoperation außer Gefecht. »Das war natürlich schwer für mich. Es hat seine Zeit gedauert, bis ich meine Leistung wiedergefunden habe.« Seine 20 Paraden beim Sieg in Roding waren für ihn die Initialzündung. Seither liefert er Glanzleistungen in Serie ab, trieb beim jüngsten Heim-Remis die Erlanger Schützen mit einer wahren Flugshow zur Verzweiflung.

Eine annähernd starke Leistung ihres Torhüters wird die DJK auch im Heimspiel an diesem Samstag gegen die TG Landshut benötigen. Die Begegnung verspricht reichlich Zündstoff: Die Landshuter waren der hartnäckigste Konkurrent der Waldbüttelbrunner im letztjährigen Meisterschaftsrennen, das die »Sumpfler« letztendlich für sich entschieden. Landshut konnte allerdings über die Relegation in die Bayernliga folgen. Das letzte Duell im Frühjahr ging jedenfalls an Waldbüttelbrunn, als die DJK durch ein 26:24 in einem verrückten Landesliga-Spitzenspiel die Weichen endgültig auf Bayernliga-Rückkehr stellte. Überragender Mann damals: Matyas Varga, mit 25 Paraden spielentscheidend.


Quelle: Mainpost

Weiterführender Link dazu: http://www.mainpost.de/sport/Wuerzburg--Ich-will-nicht-mehr-weg;art786,7165178
 

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